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Starte als Ausbildungsverantwortlicher dieses Jahr gut vorbereitet in den neuen Ausbildungsjahrgang.

 

4 Empfehlungen für deinen Start der Ausbildungsplanung
  • Kurzfristige Maßnahmen, die dir schnell Entlastungen bringen
  • gepaart mit mittelfristiger Grob- und Detailplanung für deine Ausbildungsumsetzung

Der Ausbildungsverantwortliche eines kleinen Unternehmens in unserer Nachbarschaft hat sich bei mir beklagt: mit großen Mühen und Aufwand haben sie es endlich geschafft, zwei geeignete Azubis kurz vor Ausbildungsstart zu finden. Doch die Erleichterung darüber ist schnell verflogen, der Ausbildungsstart rückt näher, es ist wie jedes Jahr: weder der Start noch die Ausbildung ist wirklich gut geplant.

Er macht sich heute Gedanken darüber, wie er die Azubis morgen einsetzen kann. Eine gute Verbindung zu den Kollegen, die Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht auch nicht so richtig und außerdem ist er durch seine eigenen Aufgaben mehr als ausgelastet.

Diese Sorgen und das Unwohlsein von Ausbildern oder Ausbildungsverantwortlichen höre ich aus vielen Klein- und mittelständischen Unternehmen. Die Ausbilder sind motiviert und es ist ihnen sehr wichtig „gut auszubilden“. Es fehlen oftmals Zeit und der richtige Hebel, um für die Ausbildung vorbereitet zu sein.

Was kann er jetzt tun?

Aus meiner eigenen Erfahrung habe ich 4 Ideen empfohlen:

1. Trenne zwischen kurzfristigen Maßnahmen und einer mittelfristigen Planung über die gesamte Ausbildungsdauer.

Sich Gedanken darüber zu machen, was in der gegenwärtigen Situation mit relativ geringem Aufwand einen schnellen und hohen Nutzen hat, führt oft zu ganz beeindruckenden Ergebnissen.

Wenn du dir z. B. zum Ende der Woche circa 60 Minuten Zeit nimmst, um die Einsätze oder die Aufgaben der Azubis für die Folgewoche zu überlegen und die Azubis ihre Aufträge und Einsätze bereits vor dem Wochenende erhalten, ergeht es Dir am Wochenende deutlich besser, weil du die Planung bereits durchgeführt hast. Gedanken über das ganze Wochenende gehören der Vergangenheit an.

Solche sogenannten „Quick Wins“ sind kurzfristig sehr hilfreich. Leider erschöpfen sie sich auch wieder schnell. Deshalb solltest du parallel eine mittelfristige Planung der Ausbildung erarbeiten.

2. Mittelfristige Grob- und Detailplanung über die gesamte Ausbildung.

Bei der mittelfristigen Planung kann mit einer kombinierten Grob- und Detailplanung vorgegangen werden.

Dazu musst du auf jeden Fall den Ausbildungsrahmenplan über die gesamte Ausbildung kennen und verstehen.

Nimm dir die ersten 4 – 6 Monate und überlege vorerst im Groben, wie die Inhalte aus dem Rahmenplan speziell in deinem Unternehmen umgesetzt werden können ergänzt um die jeweiligen Kollegen, die die Inhalte vermitteln können.

Ich fertige mir gerne eine Excel Datei dafür an, mit der ich später alle weiteren Details planen kann.

Ist die Grobplanung fertig, geht es mit den ersten 4 Wochen der Ausbildung in die Detailplanung.

Dort musst du dir die Details überlegen:

  • Was soll genau gemacht werden?
  • Wo soll es im Unternehmen stattfinden?
  • Wer kann das tun?
  • Wie lange soll der Zeitraum dafür sein?

Ich überlege mir gerne sogenannte Feinlernziele zu jedem Ausbildungsinhalt, damit ich den Lernfortschritt der Azubis besser einschätzen oder prüfen kann.

Natürlich muss später mit den nächsten 4 Wochen Detailplanung begonnen und im weiteren Verlauf die nächsten 4-6 Monaten in der Grobplanung angegangen werden.

Mit diesem Vorgehen gibt es eine realistische Chance, besser und zielgerichteter auf die Ausbildung vorbereitet zu sein.

3. Plane einen Azubi-Startworkshop

Für mich hat ein Azubi-Startworkshop zwei wichtige Aspekte:

1. es schafft einen guten Einstieg und gibt Orientierung für die neuen Azubis, die mit der Ausbildung einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Alles ist neu, die Anforderungen sind anders gelagert als sie es aus der Schule kennen.

2. ich kann alle Informationen und mir wichtigen Themen gebündelt an die neuen Azubis vermitteln. Ich stehe für Fragen zur Verfügung und habe die Möglichkeit, das Unternehmen, die Kollegen und deren Aufgaben vorzustellen.

Bereite den Startworkshop gut vor. Leitfragen helfen dir.

  • Was ist für dich zu Beginn alles wichtig für einen guten Start?
  • Welche Informationen möchtest du vermitteln?
  • Wie möchtest du den Startworkshop gestalten?
  • Wie kannst Du die anderen Azubis einbinden?
  • Was kann durch die neuen Azubis selbst erarbeiten werden?

Klasse finde ich es, wenn die Azubis ihre Erwartungen an die Ausbildung erarbeiten und was sie persönlich in die Ausbildung geben werden. Auf der anderen Seite kann ich die Erwartungen der Kollegen oder der anderen Ausbilder präsentieren.

4. Vereinbare mit Deinem Chef festgelegte Zeiten für die Ideen 1-3

Für alle Aktivitäten braucht du Zeit und Raum, um konzentriert die Ausbildung zu planen und zu organisieren.

  • Erläutere deinem Chef, welche Aufgaben damit einhergehen und vereinbare ein wöchentliches oder monatliches Stundenkontingent, in denen du dich um die Ausbildung kümmern kannst. Vielleicht kann ein Kollege dich bei deiner eigentlichen Arbeit unterstützen.
  • Berichte regelmäßig deinem Chef und zeige ihm deine Fortschritte, damit er sieht, dass die vereinbarten Zeiten für die Ausbildung sinnvoll investiert sind.

Wie sieht es bei dir aus, bist du gut auf den Ausbildungsstart und dem neuen Ausbildungsjahrgang vorbereitet? Was gibt es für Dich noch zu tun?

Schreib mir gerne, ich freue mich darauf.

Wenn Interesse an der Excelliste für die Grob- und Feinplanung besteht, dann bitte eine kurze Mail an mich.